Florians Verteidiger

„Ein Plan?“

„Man muss versuchen, Ritter dazu zu überreden, ihre Zeugenaussage freiwillig zurückzuziehen.“

„Warum sollte sie das tun?“

„Das Leben einer Prostituierten wird von einer strengen Triade beherrscht: Gewalt, Angst und Alkohol. Oft auch Drogen. Und solange es ihr regiert, kann man natürlich nicht auf ihren guten Willen rechnen.“

„Also, meine Sache ist so gut wie gelaufen.“

„Nicht unbedingt. Es gibt Organisationen, die sich damit befassen, Frauen aus der Prostitution herauszuholen, und wenn Ritter geschützt wird, besteht die Chance, dass sie ihre Meinung ändert.“

„Sorry, aber irgendwie überzeugt es mich nicht. Wie auch immer, ist es überhaupt möglich, aus der Prostitution herauszukommen?“

„Das ist eine Frage für Philosophen. Was kümmert uns das?“, erwiderte Liam achselzuckend. „Weder ich noch du willst einen von ihnen heiraten.“

„Also dann?“

„Der Punkt ist, dass es manchmal ausreicht, einem Mann die Angst zu nehmen, um ihn ehrlich zu halten.“

„Glaubst du das?“

„Wie sonst wäre ich Anwalt? Trotzdem muss man damit rechnen, dass so viele Jahre in diesem Geschäft bereits allen Anstand von Ritter ausgewaschen hatten.“

Patt

Vom Nebelhorn fällt eine Lawine auf Georg: eine Anklage wegen Körperverletzung und Beleidigung aufgrund rassistischer Motivation und Schmerzensgeldprozess. Zudem war noch unklar, welche Anklage der Staatsanwalt gegen ihn erheben würde. Achenbach legte der Familie nicht nur die finanziellen Forderungen, sondern auch die Forderung nach öffentlichen Entschuldigungen vor. In Anbetracht dessen, worum es in der Entschuldigung ging – um einen rassistischen Angriff – war dies von Anfang an inakzeptabel. Eine solche Entschuldigung wäre ein Eingeständnis von Schuld. Sebastian musste, ob er wollte oder nicht, nach einer Lösung suchen, denn das Gespenst einer Schande hing über der Familie, die nicht gelöscht werden konnte. Also bat er Lisa, ihm bei der Lösung dieses gordischen Knotens zu helfen.

Ein rassistischer Skandal

„Und sind Sie sicher, dass es keinen anderen Grund für Leitners Angriff auf Ihren Sohn gab?”, fragte Anwalt
„„Natürlich. Mein Sohn hat mich noch nie über irgendetwas angelogen. Außerdem ist eine Mitarbeiterin von Herrn Leitner, Sarah Blumental, bereit zu bestätigen, dass Herr Leitner meinen Sohn mit menschlichen Läusen verglichen hat, die man in den Boden reiben sollte“, sagte Samuel, dann seufzte er fest und wischte sich den Schweiß mit einem Taschentuch von der Stirn. […] Als der Professor um das Schmerzensgeld für seinen Sohn besorgt war, kämpfte Jan mit seinem Gewissen. Nachdem sein Vater gegangen war, besuchte ihn Isaak. Erst gestern saß Jan an Isaaks Bett. Kaum eine einzige Seite im Kalender drehte sich, als die Rollen sich drehten, und es war Isaak, der an seinem Krankenhausbett saß. Jan verdrehte vor Schmerz sein Gesicht, als er versuchte, sich hochzuziehen und sich höher auf seine Kissen zu setzen.
„Bekommst du Schmerzmittel?“, fragte Isaak
„Wozu? Ich habe mir meinen Schmerz gut verdient“, erwiderte Jan
„Ich möchte nicht, dass du leidest.“
„Willst du mir die einzige Erleichterung für mein Gewissen wegnehmen?”, rief Jan bitter aus. „Ich hab dich aufgegeben.“

Wybuch afery rasistowskiej

– Czy Georg Leitner ma już przedstawione zarzuty karne?

– Prokurator jeszcze nie podjął decyzji.

– Rozumie pan oczywiście, że ciężar tych zarzutów oraz wyrok, jaki zapadnie w procesie karnym, będzie bezpośrednio wpływał na proces odszkodowawczy i to, co jesteśmy w stanie uzyskać w nim.

– Chcę, żeby Leitnerzy zapłacili za krzywdę mojego syna.

– Mogę pana zapewnić, panie profesorze, że pańscy rodzice więcej mieli w kieszeniach, kiedy opuszczali w 1938 roku Niemcy, od tego, co pozostanie w kieszeniach Leitnerom, po zakończeniu procesu odszkodowawczego.

Jak szybko Edelstein i Achenbach doszli do porozumienia, tak szybko obaj podjęli kolejne kroki. A te skierowali oczywiście do lokalnych mediów. Bez nich, wiadomo, takich procesów się nie wygrywa. Samuel raczej nie zabierał głosu, po to w końcu zatrudnił adwokata. […]