Jedi-Ritter

[…] Das Bild ihres Vaters, wie er heute Morgen mit Mila Girlanden und Luftballons im Haus aufhängt, und das Wissen, was sie ihm, der ganzen Familie, mitteilen müsste, dazu Georgs Reaktion und der Rest. Daran wollte sie jetzt aber nicht denken und kehrte zum Grund des Treffens zurück.
„Macht nichts. Du wolltest mich ja nicht nur sehen, um über Marie zu reden.“
„Nein. Ich hab dich hergebeten, weil ich mit dir über Florian reden wollte.“
„Florian…“ Lisa ließ die Luft aus ihren Lungen, dann sprach sie in leichtem Nachdenken: „Er war für mich immer der Mann, der auf der hellen Seite der Macht steht.“
„Jedi-Ritter.“
„Leider wechselte Skywalker zur dunklen Seite der Macht und wurde zu Darth Vader.“
„Nun, das ist ein Grund zum Hasse“, erwiderte Liam mit einem Hauch von Ironie. […]

Als Einführung

Im Frühjahr letzten Jahres habe ich ganz zufällig an einem Freitag den dritten Teil von Daheim in den Bergen auf der ARD gesehen. Wirklich fasziniert und neugierig auf die Geschichte, fand ich die beiden vorherigen Teile im Internet und so wurde ich von dieser Geschichte aufgenommen. Leider brach die Geschichte zweier streitsüchtiger Familien im vierten Teil ab und es gab lange Zeit keinen Hinweis darauf, dass sie fortgesetzt werden würde. Und die Fragen vermehrten sich in meinem Kopf und meine Fantasie arbeitete daran, wie diese Geschichte weitergehen würde. Schließlich setzte ich mich einmal an den Computer und versuchte, diese verstreuten Rätsel selbst zusammenzukleben. Zuerst beschloss ich, die Vergangenheit der Helden zu untersuchen, die sie dorthin führte, wo sie waren. Schließlich versuchte ich mich der Frage zu stellen: Wie kann man das Schicksal der Charaktere weiter führen, um sie zu begradigen und alles zu einem Ganzen zu verschließen? Während ich meine Fantasie schrieb, wurden fertige Szenen und Dialoge in meinem Kopf erstellt. Ich beschloss auch, sie aufzuschreiben. Meine Gedanken habe ich der Familie gezeigt, mit der ich die Miniserie gesehen habe. Ich habe gehört, dass meine Interpretation nicht vollständig von der Decke abgebrochen ist. Nach einem Jahr des Zögerns beschloss ich, es öffentlich zu teilen.[…]